Prosit Neujahr!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von bandecho.de ein frohes neues Jahr 2026 und freue mich auf viele interessante Dokumente und Geräte, die wir in diesem Jahr hoffentlich finden werden!

aus: ShowBusiness, Ausgabe Dezember 1962.

Wer meine Arbeit in 2026 und darüber hinaus unterstützen möchte, kann hier alle wichtigen Informationen finden: Spenden

Orchesterelektronik zu Höchstpreisen

Als kontinuierlicher Beobachter der für Orchesterelektronik auf Ebay erzielten Preise habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche (schlechten) Preise aktuell für Geräte aus Deutschland in Deutschland erzielt werden. Eine Auktion in den USA zeigte nun, was weltweit möglich ist, sofern zumindest ein berühmter Name mit einem Gerät in Verbindung gebracht wird.

Am 19.11.2025 wurde vom Auktionshaus Julien*s in der Musikstadt Nashville die Florian Schneider Collection versteigert, also sozusagen der materiell-technische Nachlass des Kraftwerk Gründungsmitglieds Florian Schneider-Esleben (1947 – 2020).

Ich schreibe im Folgenden nur über Geräte, die zu dem direkten Fokus dieser Webseite passen, ich kann aber wärmstens empfehlen, einmal durch die Gesamtmasse der Auktion zu blättern. Es sind viele schöne und legendäre Gegenstände darunter (u.a. ein VW T1 Bus).

Unter den Hammer kamen auch diverse Produkte von Echolette und Dynacord: Nach Angaben des Auktionshauses ist aber nur ein Dynacord Echocord Super dabei, das offenbar bei Kraftwerk Live-Auftritten konkret Verwendung fand. Der Rest ist der Imagination bezüglich des prominenten Vorbesitzers überlassen – die überdurchschnittlichen Preise legen Zeugnis davon ab, dass viele Bieter offenbar reichlich davon haben (Imagination meine ich, aber natürlich auch das passende Kleingeld).

Zum Vergrößern bitte anklicken!

Ich habe im Bestand der Auktion keines der Geräte von Dynacord und Echolette erspähen können, die immer wiederkehrend auf Bildern und Filmaufnahmen der frühen Kraftwerk zu sehen waren. Infos hierzu gibt es im folgenden Artikel: Schallplatten | Bandecho.de .

Tipps zu Reparaturen und Modifikationen an Verstärkern

Früher oder später kommen fast alle technikinteressierten Besitzer von Orchesterelektronik an den Punkt, an dem sie ihre Schätze gerne selbst warten und pflegen möchten.

Auf der einen Seite sieht man sich dann vor die Aufgabe gestellt, das materielle Werkzeug für diese Aufgaben anzuschaffen und sich – das ist das Wichtigste! – mit den gebotenen Sicherheitsvorschriften auseinanderzusetzen und diese aus dem Effeff anzuwenden.

Was bei der Handhabe von Verstärkern aber oft vergessen wird, ist, dass man ihre Funktionsweise auch recht tiefgreifend verstehen muss, um Fehler und Funktionsstörungen überhaupt als solche erkennen und erfolgreich Lösungen aus dem ideellen Werkzeugkasten anwenden zu können. Wer mit seinem Sound unzufrieden ist, muss verstehen, „was den Sound macht“ und an welchen Stellschrauben man drehen kann. Es sollte also ein Ziel jedes Reparateurs sein, zu wissen, wie die Dinge eigentlich aufgebaut sind und wie sie in einem Verstärker zusammenspielen.

Ein Buch, das hier sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene zu empfehlen ist, wurde von Helmuth Lemme geschrieben:

Helmuth Lemme: Gitarren-Verstärker Sound, Pflaum-Verlag, München 1995.

Das Buch ist im regulären Buchhandel vergriffen, kann auf der Webseite des Autors aber als Nachdruck erworben werden. Es ist seit Jahren auch fester Bestandteil meiner eigenen Bibliothek und ich kann es daher nur wärmstens empfehlen.

Helmuth Lemme gibt sowohl auf seiner Homepage als auch in Vorträgen immer wieder Einblick in seine Arbeit auf dem Feld der Musikelektronik und teilt hier seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Ein relativ neuer Vortrag findet sich auf YouTube:

Gitarrenverstärker: Modifikationen – Reparaturen – Selbstbau – Autor: Helmuth Lemme (YouTube Kanal: GITEC e.V. – Forum E-Gitarrentechnik)

Echolette – kinderleicht einzustellen!

Zum Weltkindertag 2025 möchte ich unten stehende Werbeanzeige teilen. Wir wissen nicht, ob die junge Erdenbürgerin später eine Karriere im Musikbusiness verfolgt hat, aber die Bedienung der NG-51 Echo-Tonblende sieht schon einmal recht „fachmännisch“ aus.

Echolette: Ein Begriff…kinderleicht einzustellen!

aus: ShowBusiness Magazin.

Heute vor 62 Jahren – Diebstahl!

Am heutigen 17.08. vor 62 Jahren hat der Echo-Klau im Hause Echolette Vertrieb zugeschlagen. Ob je eines der genannten Geräte wieder aufgetaucht ist und ob sich jemand über die damals erhebliche Belohnung freuen konnte (das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen eines vollzeitbeschäftigten Arbeiters lag bei 337,- DM), ist leider nicht überliefert.

Diebstahlsanzeige, aus: ShowBusiness, Ausgabe Oktober 1963.

Heutige Besitzer der oben genannten Seriennummern müssen sich aber sicherlich keine Sorgen mehr machen, die Angelegenheit dürfte seit langem verjährt sein.

In diesem Monat vor 62 Jahren: Eröffnung der „Musik City“ in München Schwabing

Im Juli 1963 eröffnete die Echolette Vertriebsgesellschaft an der Adresse Leopoldstraße 46, im Münchener Stadtteil Schwabing, ein eigenes Musikgeschäft. Zunächst tauchte der Name des Geschäftes geschrieben in der deutschen Namensvariante mit „k“ auf, später anglisiert als „Music“ City.

Angeboten und verkauft wurden neben Echolette-Geräten auch internationale Marken aus dem Musik- und HiFi-Bereich (siehe Music City Katalog).

Das Gebäude war allerdings schon weitaus länger in Besitz der Firma „Echolette“, bereits ab ungefähr 1960 war es der Hauptsitz des Unternehmens und wurde als solcher auch namentlich auf den Seriennummern-Plaketten der Echolette-Geräte geführt.

aus: ShowBusiness Magazin, 1963.

Die Music City existierte bis in die 70er Jahre hinein und es gab auch Filialen in Landshut und Berlin. Genaueres habe ich bislang aber noch nicht herausfinden können. Wer das Geschäft in München noch kennt oder vielleicht sogar dort gearbeitet hat, kann sich eventuell einmal bei mir melden oder unter diesem Beitrag kommentieren.

Das Gebäude selbst existiert natürlich heute noch (siehe unten), es sind aber keine Anzeichen mehr zu erkennen, dass sich hier einmal ein Musikgeschäft befunden hat. Nun, es sind auch einige Jahre vergangen und viel Wasser ist die Isar hinunter geflossen…

Videoankündigung! Echolette M40 und B40N – „Rig Rundown“

Echolette Freunde, markiert Euch bitte zwei Daten im April ganz dick im Kalender, denn es kommen in Kürze zwei ganz tolle Videos auf YouTube heraus!

Mein Freund Björnson Bear nimmt uns am 04.04.2025 zuerst mit auf einen „Rig Rundown“ zu seinem Echolette M40 Setup. Hier wird er zeigen, wie er den Echolette Mischverstärker zusammen mit seiner umfangreichen Effektkette einsetzt. In das – wie ich finde – ganz hervorragende Setup sind sehr viele Überlegungen gewandert und es hat sich in den letzten Jahren vielfach im Studio und auf der Bühne bewährt.

Selbst wer den Echolette M40 schon gut kennt, wird hier noch sehr brauchbare Anregungen mitnehmen können und erfahren, was den M40 für den Musiker Björnson Bear so einzigartig und vielseitig macht.

Nach Ostern, am 25.04.25, nimmt Björnson Bear uns dann mit auf die Reise zu seinem Echolette B40N: Ein ganz anderer Verstärker, eine sehr unterschiedliche Charakteristik im Vergleich zum M40 – und damit eine wunderbare zweite Sound-Option.

Im Nachgang zu den Videos wird es auf bandecho.de noch ein einige weiterführende Informationen zum konkreten Aufbau des Setups und seiner Funktionsweise geben.

Ich möchte Björnson vorab schon einmal ganz herzlich dafür danken, dass er sein Wissen um den praktischen Einsatz der Echolette Verstärker mit uns allen teilt.

Deshalb: Bitte die Videos ansehen, kommentieren, gerne weiter empfehlen und „Daumen hoch“ geben!

bandecho.de auf archive.org

Ein kleiner organisatorischer Hinweis in eigener Sache:

Ich habe eine Präsenz auf der Webseite archive.org eingerichtet. Auf diese Seite werde ich in Zukunft Dokumente hochladen, die auf bandecho.de nicht so richtig Platz haben, z.B.:

  • Musikzeitschriften
  • Musikhaus-Kataloge

Ich komme immer wieder in den Besitz solcher Dokumente, aber diese beinhalten ja meistens auch sehr viele Geräte und Themen außerhalb der Orchesterelektronik aus deutscher Produktion und passen damit nicht zum Thema dieser Webseite. Sofern sie aber aus den Jahren 1950 – 1980 stammen, gehören sie doch irgendwie in den musik- und zeitgeschichtlichen Rahmen, in dem wir uns hier bewegen.

Deshalb ist archive.org für mich ein guter Kompromiss, ich wandere auf diesen Seiten hier nicht zu sehr vom Kurs ab, kann aber dennoch auch jene Art von Dokumenten bereitstellen.

Also besuchen Sie mich sehr gerne auch auf archive.org.

bandecho.de auf archive.org

In eigener Sache: bandecho.de wird drei Jahre alt!

Kurz nach dem Jahreswechsel jährt sich am 02.01.2025 auch wieder das Geburtsdatum dieser Website. Ein guter Anlass, für einen sehr persönlichen 3-Jahres-Rückblick über Webseite, YouTube-Kanal und was es sonst noch im bandecho.de-Universum gibt. Was lief gut? Was nicht? Und wie sieht die Zukunft aus?

Dokumentenarchiv

Seit Beginn dieser Homepage wurden kostenlos zur Verfügung gestellt:

  • 225 Orchestergeräte-Programme, Kataloge und Werbeanzeigen vieler deutscher Hersteller, hauptsächlich aus den 1960er und 1970er Jahren.
  • 180 Schaltpläne in hoher Auflösung (auf anderen Webseiten zuweilen nicht vorhanden oder nur in schlechterer Qualität).
  • 128 Original-Handbücher zu Geräten der Orchesterelektronik und ELA, teilweise mehrsprachig.
  • ca. 100 Magazine, Zeitschriftenartikel, Berichte, Aufsätze – in den allermeisten Fällen exklusiv auf dieser Webseite (u.a. weil zuvor nie digitalisiert)

Ich besitze fast alle hier ausgestellten Dokumente als Original und kann deshalb die Scan-Qualität selbst beeinflussen.

bandecho.de ist aber eine Mitmachseite! Ich möchte alle Leser gerne dazu aufrufen, mir Reparaturberichte, Analysen, Aufsätze zu Themen der Orchesterelektronik, der Röhren- und Transistortechnik zu senden. Der Bezug zum Thema der Webseite sollte natürlich da sein. Ich denke für Radiotechnik, Funkelektronik, etc. gibt es bereits andere Webseiten und Foren, wo diese Themen bereits eine gute Heimat haben.

Sie können Ihre Texte nach eigenem Gusto gliedern und formatieren. Ich nehme jedes Dateiformat entgegen, am liebsten schon fertige PDF-Dokumente. Alle Texte erscheinen selbstverständlich unter Ihrem Namen, ich trete sozusagen mit dieser Webseite nur als „Verleger“ auf. Für Sie hat die Veröffentlichung auf bandecho.de den Vorteil, dass sie auf eine bereits bestehende und wachsende Leserschaft zugreifen können.

Besucherstatistik 2024: 4000-7000 Besucher der Webseite pro Monat

Archiv Hans Ohms

Bereits im Jahr 2021 hatte ich die Idee, alle noch verfügbaren Dokumente aus der Feder von Hans Ohms zentral und einfach abrufbar wieder verfügbar zu machen. Zuvor waren die Dokumente nur über das Internet-Archiv (archive.org) auffindbar. Ich habe keine Mühen gescheut und die ursprüngliche Domain Hans Ohms‘ el-me-se.de gekauft, um die Dokumente somit wieder unter ihrer Originaladresse zum Download anbieten zu können.

Ich habe dankenswerter Weise in der Folgezeit auch Dokumente zugesandt bekommen, die andere Enthusiasten noch zu Lebzeiten Hans Ohms‘ abgespeichert hatten. Deshalb finden sich auf dieser Webseite hier einige Dokumente, die andere Webseiten nicht haben, weil sie nie im Internetarchiv abgespeichert wurden (passierte u.a. bei Umlauten in Dateinamen).

Insgesamt über 600 Dateien!

Ich bin auch im Besitz vieler ehemals nur käuflich bei Hans Ohms erwerbbarer Reparaturhandbücher, die ich momentan aber noch nicht zum Download für Jedermann anbieten kann. Ich bin hier aber bereit zum Tauschen, falls Sie auch noch welche besitzen.

bobbysreparaturen.de

In 2023 habe ich die ehemalige Homepage der Reparatur-Legende Bobby Staedel gekauft und unter der altbekannten Adresse eine Erinnerungs-Homepage für ihn eingerichtet:

bobbysreparaturen.de

Bildarchiv

Von Anfang an habe ich die Idee gehabt und diese auch verfolgt, gute Bilder von Musikelektronik aus Deutschland der 50er – 80er Jahre anzubieten. Gute Bilder sind für mich solche, die nicht nur „Poser Bilder“ sind: Man kennt das zur Genüge aus Social Media – jeder zeigt dort Fotos seiner Geräte. Nur die Schokoladenseite, nur von außen, keine Infos, das Ziel sind ohenhin nur Likes und die gibt es für solche Fotos meistens ja auch zur Genüge. Minimaler Aufwand, maximale Aufmerksamkeit.

Wer aber Geräte reparieren und restaurieren möchte, der will mehr sehen: Bilder vom Inneren, die zudem so hochauflösend sind, dass man wirklich erkennen kann, was für Bauteile eingebaut sind. Am besten gleich Fotos von verschiedenen Geräten, so dass man auch vergleichen kann: Was ist original, was nicht? Gab es im Laufe der Zeit eventuell Änderungen in einer Modellreihe?

Es ist deshalb für diese Webseite äußerst wichtig, Fotos auch von Lesern zur Verfügung gestellt zu bekommen, denn ich selbst kann unmöglich jedes Gerät selbst kaufen, um Fotos zu machen.

Was ist zu beachten?

In der Regel rate ich zu einem gut ausgeleuchteten Raum mit minimalstem Schattenwurf auf und in das Gerät. Sofern dies nicht vorhanden ist, kann man auch im Freien an einem normal sonnigen Tag wunderbar ausgeleuchtete Bilder schießen. Die Qualität sollte so sein, dass man auf jedes Bauteil hineinzoomen und bestenfalls sogar die Beschriftung noch erkennen kann. Dies ist mit den meisten Smartphones der letzten 7 Jahre (Kamaraeinstellung auf höchste Qualität) leicht machbar, eine richtige Digitalkamera erfüllt diese Ansprüche natürlich ganz sicher. Was aber auch immer geht, sind Bilder aus der Totalen (nicht gestochen scharf zoombar) und weitere Detailbilder einzelner Abschnitte des Gerätes von Näherem und dann in wenigstens guter Qualität.

Stand Dezember 2024 haben wir auf diese Weise bereits einige hundert Bilder zusammengetragen, die es meiner Meinung nach in der vorhandenen Qualität und ihrem Detailreichtum so auch nirgendwo anders gibt!

echolette.de

Zum Jahresende 2024 habe ich es geschafft, die Domain echolette.de zu kaufen.

Ich weiß nicht, wer bis vor kurzem der Besitzer der Adresse war, nur dass sie jahrelang auf el-me-se.de weitergeleitet hatte und damit zuletzt auch auf meine Homepage. Allerdings wurde dabei Werbung in einem Frame eingeblendet, was mir nicht gepasst hat. bandecho.de ist kostenlos für Leser und ich möchte auch nicht, dass Dritte damit auf irgendeinem Wege Geld verdienen!

Kaufversuche meinerseits über einen Domain-Broker sind im Frühjahr zunächst fehlgeschlagen, im Herbst war die Adresse dann aber abgeschaltet und wurde von einem Domainhändler (Domain-Gauner…passt inhaltlich eher) zum Kauf angeboten. Es hat dann aber noch einmal einen ganzen Monat gedauert, bis ich den Preis auf einen Betrag heruntergehandelt hatte, der bezahlbar war.

echolette.de verweist nun erst einmal auf bandecho.de, aber es würde sich natürlich anbieten, hieraus noch ein wenig mehr zu machen. Ich überlege noch, wichtig ist momentan nur, dass der Name in sicheren Händen ist.

YouTube-Kanal

Bereits vor bandecho.de gab es einen YouTube-Kanal, auf dem ich seit ca. 2018 Videos zu Reparaturen, allgemeinen Basteleien und auch meine Gitarrenklimpereien hochgeladen hatte. Mit dem Start dieser Webseite habe ich das Video-Angebot erheblich ausgebaut, aber auch auf das Thema der „Orchestergeräte aus Deutschland“ begrenzt, so dass der bestehende YouTube-Kanal auch inhaltlich zum offiziellen Kanal von bandecho.de wurde.

Mit den Videos habe ich mir immer sehr viel Mühe gemacht, sie waren in der Regel mindestens 30 Minuten lang. Zudem habe ich neben der Originalsprache auch immer handgeschriebene, englische Untertitel für meine Zuschauer außerhalb Deutschlands erstellt.
Inhaltlich kann ich nur sagen, was ich immer schon jedem gesagt habe, den es interessierte: Ich bin privater Enthusiast und dies hier ist das Hobby einer beruflich fachfremden Einzelperson. Wer akademische Betrachtungen zur Elektrotechnik und wissenschaftliche Exaktheit gesucht hat, den habe ich nur enttäuschen können. Sorry!

Leider lief der Kanal in meinen Augen nicht mehr gut: Obwohl ich mich recht mühsam innerhalb von fünf Jahren auf ca. 425 Abonnenten hochgekämpft habe – es hat sich bisweilen wie ein Kampf angefühlt: 10 neue Abonnenten gewonnen, 4 alte verloren – , war die Zuschauerbeteiligung (Aufrufe der Videos, Kommentare, Upvotes/Downvotes) extrem gering. Der finanzielle und zeitliche Aufwand der Video-Erstellung hat somit schon länger keine „Rendite“ mehr gebracht, von der ich persönlich hätte denken können, dass sie die Aufwendungen irgendwie ausgleicht – damit meine ich natürlich ausschließlich kostenlose Gegenleistungen wie Kommentare, die berühmten „Daumen hoch“, ggf. auch Empfehlungen des Kanals im Freundes- und Bekanntenkreis.

Stattdessen haben sich eher die kritischen Kommentare in letzter Zeit gehäuft, kritisch sowohl zu den Inhalten als auch zur Präsentation. Wenn das in einer See von positiven Rückmeldungen untergegangen wäre, dann hätte ich „Schwamm drüber“ gesagt, aber so musste ich mir schon die Frage stellen, warum ich mir den Aufwand eigentlich noch antue, wenn es die Zuschauer ganz offenbar doof finden.

Für mich bleibt trotz allem die Gewissheit zurück, dass ich eine handvoll Menschen nur über diese Videos kennengelernt habe, was sich ohne gewiss nicht ergeben hätte. Das nehme ich gerne als den Lohn der geleisteten Arbeit mit und freue mich über neue Freunde und Bekannte.

Auf YouTube wird es keine neuen Videos mehr von mir geben. Ich plane aber durchaus, einzelne Videos weiterhin auf YouTube zu hosten. Was bedeutet das?

Die Videos werden auf YouTube nicht mehr angezeigt, man kann sie dort auch nicht mehr über die Suche oder Vorschläge finden. Auch über die Google-Suche werden keine Videos mehr von mir angezeigt. Wenn man den direkten YouTube-Link zu den Videos hat, kann man sie aber noch aufrufen. Verlinkt werden die Videos nur noch auf bandecho.de, so dass sie ausschließlich über diese Webseite auffindbar und aufrufbar sein werden. Somit ist für mich auch gesichert, dass nur noch ein wirklich interessiertes Publikum sie anschauen wird.

Die kommenden Videos werden einen vollkommen anderen Charakter als die bisherigen haben. Sie werden nur noch kurze Illustrationen zu Artikeln und Berichten auf dieser Webseite sein, um Sachverhalte näher zu beleuchten, die optisch einfach besser zu verdeutlichen sind.

Für meine allgemeinen Themen ist die Textform sicherlich in Zukunft sinnvoller, auch weil sie Korrekturen von Fehlern viel einfacher möglich macht, als das in einem Video überhaupt machbar ist.

Ob und in welchem Umfang ich die alten Videos auch auf bandecho.de wieder verlinken werde, überlege ich noch.

Wo der Schuh drückt

Ich bin mit der Entwicklung dieser Webseite und ihrer Inhalte sehr zufrieden, allerdings gibt es auch mit dem Beginn des vierten Jahres etwas, das mich massiv stört:

Wenn man bei Google zum Beispiel nach dem Begriff „Echolette“ sucht, dann taucht bandecho.de erst an zehnter Stelle auf. Aber wo gibt es denn aktuell mehr Informationen zu „Echolette“ als hier?

Das Problem ist jedoch noch viel tiefgehender, ein kleines Beispiel: Im September hat jemand in einem Forum einen Echolette M70 Schaltplan gesucht.

Screenshot aus dem Radio-Bastler-Forum. Nutzernamen sind unkenntlich gemacht.

Es gibt diesen Schaltplan zusammen mit fast allen anderen Echolette-Schaltplänen selbstverständlich auf bandecho.de und das schon seit mindestens zwei Jahren. Aber kann man ihn finden, wenn man das nicht weiß? Nein, kann man nicht! Denn Google verweigert sich seit zwei Jahren aus mir mittlerweile nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, dieses Dokument in seinen Suchindex aufzunehmen.

„Indexierung beantragen“ habe ich schon mehrfach ausgeführt. Ich kann aus den gegebenen Informationen den Grund nicht erkennen, warum Google sich der Indexierung so konsistent versperrt.

Es sei der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass man die übergeordnete Seite mit der Auflistung aller Echolette Schaltpläne finden kann, aber nicht das eigentliche Dokument.

Was nicht im Google Suchindex ist, findet man jedenfalls auch nicht auf Google. Das ist übrigens dieselbe Firma, die auch schon auf YouTube alles getan hat, meine Videos in den YouTube Vorschlägen und Suchergebnissen nur selten anzubieten.

Was man nicht finden kann, das kann man auch nicht ansehen!

In meinen Augen Wettbewerbsverzerrung. Ich kann meine geneigten Leser nur bitten, diese Webseite in Foren, Kommentarbereichen und im Bekanntenkreis weiterzuempfehlen, wenn es inhaltlich passt:

  • Wenn Sie etwas aus dem Bereich Orchesterelektronik auf Ebay oder Kleinanzeigen verkaufen: Verlinken Sie doch einfach im Verkaufstext das Datenblatt des Gerätes von Hans Ohms auf dieser Webseite oder den originalen Katalog zum Gerät. Das ist für Käufer ein sehr guter Mehrwert, weil sie direkt weiterführende Informationen vor dem Kauf nachlesen können.
  • Wenn jemand einen Schaltplan sucht: Verlinken Sie auf bandecho.de
  • Wenn jemand eine Reparaturwerkstatt sucht. Verweisen Sie gerne auf bandecho.de: Wer liefert was? Wer repariert was?
  • Wenn jemand irgendeine Frage zu Echolette & Co. hat oder Informationen benötigt: Verweisen Sie auf bandecho.de und info@bandecho.de

Vielleicht kann der Mensch den Algorithmus in 2025 austricksen. Es sollte in jedem Fall zu denken geben, was man in den großen Weiten des Internet alles womöglich nicht findet, weil eine Firma anhand unklarer Kriterien entscheidet, was „findungswürdig“ ist und was nicht.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr 2025!

Die Geschichte der Firma Echolette

Um genau zu sein, beginnt dieser Text bereits mit einer falschen Überschrift. Denn eine Firma „Echolette“ hat es so nie gegeben – die Geräte wurden (ungefähr) die ersten zehn Jahre von der Firma Klemt entwickelt und gebaut, deshalb die Klemt Echolette. Später übernahm Dynacord Entwicklung und Produktion. Daneben existierte die Vertriebsfirma von Hans Bauer, praktischerweise in Katalogen und Anzeigen einfach „Echolette-Vertrieb“ genannt. Aus Firmen-Briefköpfen wissen wir, dass gesellschaftsrechtlich die Firma als Echolette Vertrieb Hans Bauer GmbH & Co. KG eingetragen war. Dies eventuell auch nicht von Anfang an, aber gesichert zum Ende der 1960er Jahre.

Bleiben wir bei dem Kurznamen: Die Echolette-Vertrieb steuerte – so viel weiß man gesichert – dem Ingenieurswissen der Firma Klemt Ideen für Produkte bei (unter anderem aus selbst durchgeführter Marktforschung unter Musikern und aus Erfahrungswerten in Tests mit Musikern). Daneben wurden unter dem Dach der Vertriebsgesellschaft aber auch Geräte von Drittherstellern in Deutschland verkauft, die mit Echolette nichts zu tun hatten. Zum Beispiel von Fender, Gibson und Gretsch. Später auch Moog Synthesizer und die Effektgeräte der US-Firma electro-harmonix.

Man weiß darüber hinaus aber für meinen Geschmack noch viel zu wenig über die Details von Firma und Produktentwicklung. Auch wer genau welches Produkt erfunden hat, ist noch alles andere als zweifelsfrei dokumentiert.

Sowohl in den frei zugänglichen Quellen des Internet wie auch in der offiziellen Dynacord Firmengeschichte1 taucht das Echolette-Thema nur sehr oberflächlich auf. Die beste mir bekannte Zusammenfassung zur Produktgeschichte findet sich im Archiv Hans Ohms (es stimmen einige Informationen in Hans Ohms‘ Dokument nicht, aber das schmälert seinen Nutzen kaum). Die ausführlichsten biographischen Infos zu Hans Bauer hat Joachim Bung recherchiert und niedergeschrieben, ich habe hier darüber berichtet.

Man weiß heute aber mehr über manche in den 1860er Jahren gegründete Firma, als über ein bayerisches Unternehmen aus den 1960ern. Die Firma tritt in der Regel komplett hinter das Produkt – was natürlich auch in Grenzen nachvollziehbar ist, aber äußerst schade!

Es ist geradezu kurios, dass es noch keine umfassende Firmengeschichte zu „Echolette“ gibt und zur Person Hans Bauers. Zumal man bis in die 2000er Jahre noch hinreichend Chancen gehabt hätte, sich mit allen damals beteiligten Personen über das Thema zu unterhalten. Hier hat die deutsche Musikpresse aus meiner Sicht versagt und es hätte sich durchaus gelohnt: Denn wer sich allein mit der Figur des Firmengründers Hans Bauer befasst, wird merken, dass es sich hier um eine sehr interessante Unternehmer-Persönlichkeit der Nachkriegszeit handelt. Einen, der es buchstäblich vom Koch zum Millionär gebracht hat. Einer, der Dinge einfach ausprobieren wollte und ein Näschen für Entwicklungen in der Musikszene hatte – manchmal hat es geklappt, manchmal auch nicht. Ein Enthusiasmus, von dem man sich heute noch eine Scheibe abschneiden könnte.

Ich habe auf Basis meiner eigenen, bisherigen Recherchen und Informationen, die mir freundlicherweise zugetragen wurden, das folgende Dokument erstellt. In diesem versuche ich mich über den Aspekt der Firmenadressen einer chronologischen Firmengeschichte zu nähern. Natürlich ist das alles nur ein Entwurf, eine laufende Arbeit.

Dennoch möchte ich dieses zwangsläufig unfertige Dokument bereits zu einem frühen Zeitpunkt teilen. Immer mit dem Hintergedanken, dass es vielleicht Leser dieser Webseite gibt, die hier noch etwas beitragen können, die einen Tipp haben – auch gerne Ideen für weitere Recherchen.

Geschichte der Firma Echolette (Entwurf)

Fußnoten:

  1. Christl/Fritsch: Dynacord. Gestern, Heute, Morgen. Chronik eines Erfolgs, PPVmedien, Bergkirchen 2003. https://d-nb.info/966300947 ↩︎